© Leicashop Wien, 2009

 

Klassische Aurüstung mit Leica IC Non Standard (1930)

<Klassisch> ist diese Leica-Ausrüstung aus eigentlich zwei Gründen: einerseits ist eine solch vollständige Ausrüstung extrem selten, andererseits diente sie im ebenfalls <klassischen> Buch von James L. Lager, Leica, An Illustrated History, Bd. 1 (erschienen 1993) zur Illustration als Beispiel für eine nach damaligen Begriffen recht vollständige Ausrüstung mit einer Leica, den dazu passenden Objektiven und diversem, mehr oder minder unverzichtbaren Zubehörteilen. 

Das Besondere ist ja nicht, dass sich da seinerzeit jemand eine Leica Ic mit einem noch nicht standardisierten Schraubanschluss gekauft hat, sondern dass man nur annehmen kann, dass sich die ganze, seinerzeit erworbene Ausrüstung in der ebenfalls seltenen braunen Ledertasche über Jahrzehnte erhalten hat.

Zur Kamera gehören 2 speziell angepasste Objektive: Elmar 3,5/50mm und Elmar 4,5/13,5cm (beide in “Feet” und mit “673” graviert), Bodenplatte graviert mit “open-close”, schwenkbarer Maske vor dem Sucher für Elmar 13,5cm, mit frühem FODIS Nr.2324, VISOR Torpedo-Sucher, erster Typ FISON Sonnenblende, WICAP/WICAB, DOOLU Libelle (in roter Originalverpackung), WINKO Winkelsucher, Filmcontainer mit 2 Kassetten, 3 Nahlinsen (ELPRO, ELPIK, ELPET), Gelbfilter 1u.2 (FIGRO u. FILGE), FIRGI Zwischenring, Gebrauchsanleitung (Liste Photo 7110a, Juli 1931) - alles in beinahe neuwertigem Zustand (Die Gebrauchsanleitung fehlt übrigens in der Vergleichsaufnahme bei Lager). Vergleicht man obenstehende Abbildung mit der Abbildung bei Lager merkt man, dass der Zustand der Kamera jedenfalls seit 1993 unverändert ist - viel (oder überhaupt) fotografiert dürfte mit diesem prächtigen Vitrinenstück nicht worden sein. Vor 1993 aber wohl auch nicht, betrachtet man den Erhaltungszustand der Kamera:

Gleiches gilt sinngemäß für die Objektive:

Bei diesen Bildern fängt man (mir wenigstens geht es so) zu spekulieren an: wie oft wohl hat der erste Eigentümer mit der Kamera fotografiert, warum hat er sie nicht öfters verwendet (dann wäre sie nicht so schön erhalten) und warum ist diese Ausrüstung, die seit 1993 beisammen war, 2009 verkauft worden (Erbfall, Geldnot, Immobilienspekulation?)

Wie auch immer: trotz fallender Preise auf dem Sammlermarkt war diese Ausrüstung dem Käufer insgesamt 12600 Euro wert.

Zustand: B/A
Jahr: 1930
Serial no. 48673

 

© PETER LAUSCH/2005
Erstellt am 21. Juli 2009

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