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Mamore Cottages - Letterkenny  
(Sonntag, 25.  Juni 2000)

    
   Dass Sonntag ist, höre ich am Geläute einer Glocke in der Ferne. Am Vormittag habe ich gepackt und meine Unterkunft bezahlt (sein Cottage ist nicht abgebrannt) und mache mich auf meine weitere Reise.
   Über Carndonagh fahre ich nach Kerrykeel am Lough Foyle, auch kein See, sondern eine Meeresbucht und über den Ort Muff bis zur Hauptstraße von Derry nach Letterkenny. Ich halte nur an, um mir in Gallagher´s Hotel nochmals ein Zimmer reservieren zu lassen, und fahre dann über Creeslough nach Rosapenna, einem wirklich schön gelegenem Ort. Dort nehme ich den Atlantic Drive in Angriff, mit prächtigen Ausblicken und leider nicht so prächtiger Straße. Aber bei Sonnenschein wie heute ist dies eine wirklich lohnende Fahrt. Weil ich in der Ferne einen weiten, weißen Strand gesehen habe, nehme ich eine weitere Nebenstraße und fahre fast bis zum Horn Head und dann zum Tra Na Rossan Strand, einem der bekanntesten Postkartenmotive. Am Strand sammle ich verschiedenfarbene Steine auf, die ich mit nach Hause nehmen will (als sie am Abend getrocknet sind, sind sie alle gleichfarbig und ich werfe sie alle miteinander wieder aus dem Auto). Auf der Rückfahrt kann ich nicht widerstehen und biege zum landschaftlich sehr schön gelegenen Doe Castle ab, bei dem ich voriges Jahr auch schon war. Damals war es eingerüstet, heuer hat sich nichts geändert und es schaut nicht so aus, als würde sich bis 2001 etwas ändern.
   Da meine Fotos aus der finsteren Ausstellung im ehemaligen Arbeitshaus in Dunfanaghy voriges Jahr nichts geworden sind, probiere ich es heuer nochmals und mache einen neuen Besuch.
   Nach Durchfahrt durch Falcaragh gelange ich zum Glenveagh National Park mit seinen teils zweischneidigen Sehenswürdigkeiten. Voriges Jahr habe ich mich über eine Ausstellung im Besucherzentrum einigermaßen geärgert, heuer biege ich dort nicht ab, folge indessen einem Wegweiser, der zu Columbas Abbey (in Irland heißt der Heilige meist Columcille, erst die Schotten haben ihn als Abt des Klosters auf der Insel Iona als Columba bezeichnet) weist. Dort stehen noch einige Ruinen inmitten eines sehr alten Friedhofs in einer sehr schönen Landschaft, in der noch die Grenzmauern des alten Klosters zu erkennen sind. Außerdem ist ein heiliger Brunnen vorhanden, mit trübem Wasser und angeketteter Schöpfkelle. Um nichts in der Welt würde ich damit Wasser schöpfen und vielleicht auch noch trinken.
   Den Abend verbringe ich in Letterkenny, schicke e-mails in die Gegend und esse in der Hotelbar panierten Fisch mit Pommes frittes. Das gibt mir Gelegenheit, nicht nur einem Damenkränzchen beim Tratsch zuzuhören, soweit ich ihn verstehe, sondern auch noch einem Herrn mit Gitarre, der Lieder singt, ehe ich mich in mein winziges Zimmer zurückziehe.

 

 

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Zuletzt geändert: 26. Juli 2007
© Peter Lausch |  2000