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PFINGSTMONTAG, 5. Juni 2006
Die Weckuhr funktioniert; ich stehe um 04,00 Uhr auf. Um 04,30 bringt man mir das gestern Abend bestellte Frühstück (in Miniaturausgabe, aber immerhin, der Hunger wird gestillt), um 05.00 Uhr bin ich in der Halle. Mit einigen anderen Frühreisenden werde ich im Shuttle-Bus zum Flughafen gebracht (700 Meter zu Fuß, aber doch ein wenig weit mit schwerem Gepäck) und siehe da, die Abflughalle ist gesteckt voll mit Menschen, die irgendwohin fliegen wollen. Die meisten wollen nach Spanien, sehe ich auf der Abflugtafel – dort scheint zuverlässig die Sonne und warm ist es auch, mit Sicherheit. Ich will mich nicht recht ans Ende einer langen Schlange stellen (an jedem Schalter eine andere), ich versuch’ mein Glück an einem Automaten und siehe da, es ist zwar ein wenig umständlich, allerlei auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm einzutippen, aber am Ende spuckt der Automat eine Bordkarte aus und ein Klebeband für meine Reisetasche. Die Menschen in den Schlangen rings um mich sind indessen kaum ihrem Ziel näher gekommen, dem Abfertigungsschalter. Die Reisetasche selbst übergebe ich nach einigem Suchen einem Laufband, das die Tasche hoffentlich zu den übrigen für Wien bestimmten Gepäckstücken transportieren wird (Tut es!). Die Duty Free Zone in Dublin ist recht groß, allein, was nützt uns das für Flüge innerhalb der EU? So schaue ich mir interessiert die recht hohen Preise an und kaufe mir am Ende – nichts. Darüber ist es 05,30 geworden und es beginnt die lange Warterei. Das Flugzeug soll um 07,30 starten, um 07,10 ist sozusagen Einlass. Daraus wird aber nichts. Denn das Gate ist viel zu lange belegt von einer Maschine der TAP, die keine Starterlaubnis erhält. Wir steigen erst nach 08,00 Uhr ein – gut, wenn man was zum Lesen dabei hat, denn nur die Mitreisenden und Passanten zu beobachten, wird auf Zeit ja fade. Ich sitze in der 22. Reihe, unter mir der Flügel der Maschine, was meine Sicht nach unten beträchtlich einschränkt. Vorerst tut sich indessen gar nichts: jetzt bekommen wir keine Starterlaubnis. Angeblich ist der Luftraum über England überlastet. Mit über einer Stunde Verspätung starten wir zu dem 2,30 Stunden dauernden Rückflug. Zollkontrolle für unsereins gibt es in Wien ja keine, Passkontrolle schon, sie beschränkt sich auf einen Blick, und schon bin ich draußen vor der Abflughalle. Ich entschließe mich, mit dem Taxi heimzufahren, indes, den Trolley, den ich mir bei der Gepäcksaufgabe für 1€ gemietet habe, kann ich nicht zurückgeben und lasse ihn stehen, was die Augen des bei den Taxis stehenden Pakistani leuchten lässt: innernhalb von 1 Minute sammelt er drei Trolleys ein und hat damit 3€ verdient. Kein schlechter Stundenlohn. Fremder, unternimmst Du eine Reise nach Wien, denke daran, den Trolley rechtzeitig zurückzugeben oder schaff dir einen Koffer mit Rollen an. Denn: andere Länder, andere Sitten: in Dublin waren die Trolleys eine Serviceleistung und daher gratis. Der Taxifahrer kennt meine Adresse nicht und sagt, ich solle ihm jeweils sagen, wann er abbiegen soll. Ich tue es. Gegen 13 Uhr bin ich daheim. Gut ist es gegangen, nichts ist geschehen. Sogar die Katze erkennt mich wieder und wirft sich mir schnurrend in den Schoß – nicht umsonst heißt sie Schnurr. * Ich hoffe, Ihnen hat gefallen, was ich da zusammengeschrieben habe. Vielleicht nützt Ihnen sogar die eine oder andere Bemerkung bei einer Irlandreise und vielleicht habe ich Ihnen Lust gemacht, selbst auch dieses schöne Land zu besuchen. Das würde mich freuen.
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